Therapiedreiräder für größere Kinder
Therapiedreiräder werden eingesetzt, wenn Kinder durch Behinderungen an Armen und / oder Beinen in der Bewegung eingeschränkt sind, aber auch, wenn der Gleichgewichtssinn nicht richtig funktioniert.
Generell unterstützen Therapiedreiräder die „Entdeckung“ der eigenen Mobilität des Kindes, ggf. der Mobilitätserhaltung und fördern gleichzeitig die Muskelbildung, da das Kind lernen muss, sein Körpergewicht auf die eigenen Füße zu übertragen.
Der Aufbau eines Therapiedreirades ist ein wenig anders als bei einem normalen Dreirad für Kinder. Zum Beispiel haben sie nur eine Bremse, oftmals auch etwas andere Funktionen im Leerlauf und im Rücktritt. Anders als beim normalen Dreirad befinden sich die Pedale bei einem Therapiedreirad wie bei einem Fahrrad am Gestänge und nicht am Vorderrad.
Zudem dürfen einige Therapiedreiräder nur unter therapeutischer Aufsicht verwendet werden.
Viele Therapiedreiräder sind auf kleinere Kinder ausgelegt. Wenn ein größeres Kind eines braucht, wird es oftmals schwierig für die Eltern. Dass Therapiedreiräder ohnehin ein großer Kostenfaktor sind, wenn man sie selbst zahlen muss, macht es nicht leichter. Selbst wenn die Krankenkasse ein Therapiedreirad genehmigt, muss ein gewisser Teil selbst dazu bezahlt werden.
Einige Firmen haben sich also auf die Produktion von Therapiedreirädern verlegt, die so lange wie eben möglich „mit dem Kind wachsen“, die man also größer stellen kann, wenn das Kind aus der alten Größe heraus wächst. Das ist eine besondere Entlastung für die Eltern, da diese sich über einer weiteren Neuanschaffung nicht so schnell Gedanken machen müssen und das Kind kann weiterhin mit dem gewohnten Dreirad fahren, ein Vorteil besonders für geistig behinderte Kinder.